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Leistenbruchchirurgie - Magenballon, Magenband
Hr.
Hanno Schier
Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie,
arthroskopische
Gelenkoperationen
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Nachfolger gesucht z. B.:

FA f. Chirurgie, Unfallchirurgie, orthopädische Unfallchirurgie. Wünschenswert wären die Zusatzbezeichnungen: Chirotherapie, Handchirurgie
Dr. med.
Dieter Haack
Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie, Chirotherapie, Sportmedizin, Tauchmedizin,
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Seltene Brüche

Hier steht ein themenspezifischer Text zum Thema Leistenbruch. Dann auch gerne mit mehreren Bildern das spezifische zu diesem Bruch.
Die nachfolgenden Texte haben sind neutraler gehalten oder beinhalten für alle 3 Brucharten Informationen.
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01. HERNIE - Begriffserklärung:

Unter dem Begriff Hernie versteht man einen Durchtritt der Baucheingeweiden ich eine Öffnung durch eine Muskellücke in der Bauchwand.
Eingeweidebrüche (Hernien) werden letztlich nach dem Ort der Bruchpforte benannt. Also beispielsweise Leistenbruch, wenn die Bruchlücke in der Leiste liegt, oder Nabelbruch, wenn sich der Bruchsack am Nabel seinen Weg nach außen sucht. Außer der Bauchdecke sind weitere mögliche Lokalisationen für Bruchlücken:
das Zwerchfell (Innere Brüche)
der Beckenboden (Innere Brüche, selten)
die Rückenmuskulatur (seltene Eingeweidebrüche)
die Bauchhöhle (Innere Brüche)
Nabelhernien treten häufig direkt nach der Geburt im Säuglingsalter auf. Ursache ist die noch nicht vollends ausgebildete Bauchwand im Bereich des Bauchnabels. Diese Säuglingsnabelbrüche haben in der Regel keine Einklemmungstendenz und bilden sich meist spontan zurück, daher werden sie nicht operativ sondern mit Bandagierung behandelt. In seltenen Fällen, wenn z. B. durch starkes Schreien des Säuglings die Hernie nicht sofort in die Bauchhöhle zurück gleiten will, kann der Arzt Beruhigungsmittel verabreichen und damit durch die Entspannung des Kindes ein Zurückgleiten des Bruches (Reposition) erreichen.
Beim Erwachsenen sind relativ häufig Nabelhernien zu beobachten. Oft haben die Betroffenen keine Beschwerden Bei Nabelbrüchen mit kleiner Bruchpforte kann eine Einklemmung von Bauchorganen auftreten und erhebliche Beschwerden verursachen.

- Epigastrische Hernie:
Bei der epigastrischen Hernie (lat. Bruch im Bereich des Magens) ertastet man im Bereich des Oberbauches (zwischen Xiphoid und Nabel) in der Bauchwand eine schmerzhafte Fettgeschwulst, die durch das aus einer Faszienlücke hervortretende, durch fortwährende Reizung entzündete große Netz hindeutet.


- Spieghel-Hernien
Bei der Spieghel-Hernie handelt es sich um eine Hernie, die sich im Bereich des hinteren Blattes des geraden Bauchmuskels in die Bauchdecke hinein erstreckt. Auch sie ist selten und wird oft verkannt.


- Narbenhernie:
Bei der Narbenhernie bildet eine allschichtige Bauchwandnarbe durch ihre fehlenden Elastizität die Bruchpforte. Solche Narben sind nahezu ausschließlich Folgen früherer offenen Bauchoperationen. Aufgrund von Verwachsungen ist die Präparation anspruchsvoll und der Langzeiterfolg einer Operation keineswegs sicher. Dennoch ist eine Operation immer anzustreben, da eine Größenzunahme der Hernie mit der Zeit die Chance einer Heilung immer weiter verschlechtert.

- Rektusdiastase:
Als Rektusdiastase bezeichnet man das Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskulatur. Eine Operationsindikation besteht nur bei Beschwerden. Sie ist keine Hernie im klassischen Sinn.
- Hiatushernie - ein krankhafter Durchtritt von Anteilen des Magens durch das Zwerchfell. Sie ist eine Sonderform der Zwerchfellhernie.

Tritt ein Bauchwandbruch als Krankheitszeichen einer Erkrankung im Bauchraum in Erscheinung, bezeichnet der Mediziner ihn auch als symptomatische Hernie.


Mit freundlichen Grüßen

Drs. med. Dieter Haack, Viktor Fehlert und Hanno Schier.

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02. HERNIE - Synonym:

Weichteilbruch. Engl.: hernia


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03. HERNIE - Ursachen:

Hernien liegt eine Bauchwandschwäche zugrunde. Werden die Muskeln der Bauchwand z.B. im Rahmen der Bauchpresse angespannt, erhöht sich der Druck im Bauchraum, so dass die Bauchorgane gegen Lücken der Bauchwand gepresst werden. Ist eine Bauchwandlücke ausreichend groß, so kann ein Organ in sie hineingedrückt werden. Aus einer Ausstülpung von Bauchfell kann ein Kanal entstehen, durch den einzelne Darmschlingen austreten. Begünstigende Ursachen für Brüche sind eine allgemeine Bindegewebsschwäche, bei der die Bauchwand einer Druckzunahme im Bauch weniger Widerstand entgegensetzen kann, die Verstopfung ist dafür am häufigsten verantwortlich, ebenso Probleme beim Wasserlassen wegen einer Prostatavergrößerung oder starkes Husten bei chronischen Lungenerkrankungen. Auch ein Wasserbauch nach fortgeschrittenen Leberkrankheiten oder ein großer Tumor im Bauchraum führen zu Druckerhöhung und damit zu Hernien. Eine zurückliegende Schwangerschaft und Übergewicht sind weitere Risikofaktoren.

Narbenbrüche entstehen nach offenen Operationen am Bauch, wenn die Naht der Bauchmuskulatur noch während der Heilungsphase durch starkes Pressen zu sehr belastet wird.


Mit freundlichen Grüßen

Drs. med. Dieter Haack, Viktor Fehlert und Hanno Schier.

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05. HERNIE - Krankheitszeichen - Beschwerden:

Der unkomplizierte Bruch:
An der Bruchstelle treten zunächst ziehende Schmerzen auf, vor allem beim Husten oder beim Heben schwerer Lasten. Sie verschwinden in der Regel wieder, sobald der Patient ruht. Charakteristisch ist die Geschwulst an der Bruchstelle.


Mit freundlichen Grüßen

Drs. med. Dieter Haack, Viktor Fehlert und Hanno Schier.

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06. HERNIE - Mögliche Komplikationen:

Der komplizierte Bruch:
Hauptgefahr ist die Einklemmung des Darms in der Bruchpforte. Durch eine Reizung des Bauchfells (Peritoneum) können Übelkeit und Erbrechen sowie in manchen Fällen Schwindel mit Ohnmachtsneigung auftreten. Die Beschwerden sind unterschiedlich stark, zuerst tauchen sie beim Heben schwerer Lasten oder beim Pressen während des Stuhlgangs auf. Mit der Zeit entwickelt sich ein Dauerschmerz, Durchfall oder Verstopfung kommen hinzu. Gefährlich wird der Bruch, wenn der Darm in der Bruchpforte eingeklemmt wird. Die Stuhlpassage ist dann nicht mehr möglich, und durch Abschnüren der Blutgefäße kann der betroffene Darmteil absterben. Darmverschluss, Bauchfellentzündung und Kreislaufstörungen bis zum Schock können die ernsten, sogar lebensbedrohlichen Folgen sein. Die größte Gefahr einer Hernie liegt in der Einklemmung der Bauchorgane. Unter einem erhöhten Druck gelangen die Eingeweide sehr leicht in den weiten Bruchkanal. Lässt der Druck nach, wird der Kanal eingeengt können die ausgetretene Organe nur schlecht an ihre ursprüngliche Lage zurückkehren.
Typische Komplikationen sind: 1).Wird eine komplette Darmschlinge eingeklemmt, kann der Darminhalt nicht weitertransportiert werden. Es kommt zum Darmverschluss (Ileus). 2).Sollten die in den Bruchkanal austretende Eingeweide einklemmen, so kommt die Blutzirkulation im Gewebe zum Stillstand. Das nicht mehr mit Sauerstoff versorgte Gewebe stirbt ab und kann somit zum Patiententode führen. 3). Wird die Darmschlinge so eingeklemmt, dass die Sauerstoffversorgung ausfällt, kann es zum Absterben der Darmwand (Nekrose) mit anschließender Perforation kommen. Durch die Entleerung von Darminhalt in die Peritonealhöhle entsteht eine Peritonitis (Bauchfellentzündung).


Mit freundlichen Grüßen

Drs. med. Dieter Haack, Viktor Fehlert und Hanno Schier.

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07. HERNIE - Diagnostik:

Die Patienten merken in der Regel ein geschwulstartiges Gebilde der Bauchwand, das bei Husten und/oder beim Pressen größer wird. In Ruhe und/oder im Liegen verschwindet dieses Gebilde in der Regel. Einige Brüche wie Zwerchfellhernien lassen sich nur auf dem Röntgenbild oder bei einer Endoskopie feststellen.
Der Arzt stellt die Diagnose bei der körperlichen Untersuchung, indem er den Bruchsack und die Bruchpforte zunächst mit dem Finger zu tasten versucht. Er sucht nach den Bruchpforten und dem Bruchsack an den typischen Stellen, z. B. in der Leiste. Die Untersuchung wird im Stehen durchgeführt, wobei der Arzt seinen Patienten bittet, zu husten. Die Hernie stößt dabei wegen des hohen Bauchinnendrucks an die Hand des Arztes an. Um sicher zu sein, dass die Ausbuchtung auch wirklich Darm enthält und nicht etwa eine Fettgeschwulst ist, hört er mit dem Stethoskop auf Darmgeräusche im Bruch.
Ferner lässt sich bei einer Ultraschalluntersuchung der Inhalt und die genaue Lage des Bruchs erkennen. Wenn die Diagnose dabei nicht eindeutig gestellt werden kann, kommt die Röntgenuntersuchung mit Verabreichung eines Kontrastmittels in Frage.

Bei Verdacht auf einen inneren Bruch, der schwer zu diagnostizieren ist kann eine Bauchspiegelung Klärung bringen.


Mit freundlichen Grüßen

Drs. med. Dieter Haack, Viktor Fehlert und Hanno Schier.

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08. HERNIE - Allgemeine Information zur Behandlung:

Hernien heilen nicht von selbst, da sich die Bruchpforte nicht von alleine schließt, sondern sich eher kontinuierlich erweitert. Mit der zunehmenden Vergößerung der Burchpforte steigt die Wahrscheinlichkeit einer Einklemmung rapide an. Aus diesem Grund sollten Bruchpforten möglichst umgehend operativ geschlossen bzw. entsprechend gesichert werden (z.B. der Leistenkanal beim Mann). Die Therapie der Hernien ist in den allermeisten Fällen die Operation. Nur durch sie ist eine Heilung zu erreichen, von selbst verschließt sich ein Bruch nicht.

Einige der Hernien können sich zwar in den Bauch zurückverlagern (gleitende Hernien), beim nächsten Pressen oder Anheben schwerer Lasten rutschen sie aber erneut in die bestehende Bauchwandlücke. Dabei wird die Lücke von Mal zu Mal größer, und die Gefahr einer Einklemmung größerer Darmabschnitte steigt. Eingeklemmte und von der Blutversorgung abgeschnittene Hernien sind ein Notfall und müssen sofort operativ befreit werden.

Die Behandlung der Hernien achtet der Arzt auf die körperliche Verfassung des Patienten. Wenn die Operation strikt abgelehnt wird oder der Allgemeinzustand des Patienten sie nicht zulässt und keine Notfallindikation zur Operation vorliegt ist die Anlage eines Bruchbandes sinnvoll. Das Band verhindert durch ein Kissen an der Bruchstelle, dass erneut Darm austritt. 100-prozentige Sicherheit bietet das Bruchband aber nicht, außerdem bildet sich an der durch das Kissen gestützten Stelle die Bauchmuskulatur zurück, was nachfolgende Brüche an gleichem Ort begünstigt. Die alleinige Therapie mit dem Bruchband kommt daher nicht in Frage.

Neugeborene mit seit Geburt bestehenden Nabelhernien operiert man erst nach etwa einem Jahr, es sei denn der Bruch klemmt ein oder nimmt in der Größe stark zu.


Mit freundlichen Grüßen

Drs. med. Dieter Haack, Viktor Fehlert und Hanno Schier.

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09. HERNIE - Prinzipien der chirurgischen Behandlung:

Eingeklemmte Hernien müssen sofort operativ befreit werden. Der vorgefallene Darmteil wird in die Bauchhöhle zurückverlagert und die Lücke in der Bauchwand geschlossen. Zur Stabilisierung der Bauchwand können Netze eingenäht werden. Wenn der Darm schon stark eingeklemmt war, ist zu befürchten, dass diese Darmschlinge absterben könnte und zu schwehrwiegenden Komplikationen bis zum Patiententod führen können. Es gilt der alte Merksatz für Chirurgen: "Über einem eingeklemmten Bruch darf die Sonne weder auf- noch untergehen".
Die moderne chirurgische Behandlung der Brüche beinhaltet sowohl einen direkten operativen Eingriff, als auch die sogenante Schlüssellochoperationsmethode (Laparoskopie).



Mit freundlichen Grüßen

Drs. med. Dieter Haack, Viktor Fehlert und Hanno Schier.

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10. HERNIE - Operation nach Bassini:

Operation nach Bassini

Diese Operationsart wurde von dem italienischen Chirurgen Bassini bereits 1884 erfunden und zählt daher zu den Routineeingriffen. Der Bruchsack wird beseitigt und die Bruchpforte verschlossen. Dazu werden die Bauchmuskeln zum Leistenband herabgezogen und festgenäht. Die vorher muskelfreie Hinterwand des Leistenkanals wird durch Muskeln verstärkt...

Die Bassini-Methode wird heutzutage zunehmend vom Operationsverfahren nach Shouldice und Lichtenstein abgelöst.



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10. HERNIE - Operation nach Bassini:

Operation nach Bassini

Diese Operationsart wurde von dem italienischen Chirurgen Bassini bereits 1884 erfunden und zählt daher zu den Routineeingriffen. Der Bruchsack wird beseitigt und die Bruchpforte verschlossen. Dazu werden die Bauchmuskeln zum Leistenband herabgezogen und festgenäht. Die vorher muskelfreie Hinterwand des Leistenkanals wird durch Muskeln verstärkt...

Die Bassini-Methode wird heutzutage zunehmend vom Operationsverfahren nach Shouldice und Lichtenstein abgelöst.



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11. HERNIE - Operation nach Shouldice:

Operation nach Shouldice:

Bei der Methode nach Shouldice (Name des amerikanischen Chirurgen) wird im Gegensatz zur Bassini-Technik die Hinterwand des Leistenkanals mit der bindegewebigen Hülle, die zwischen der Innenfläche der Bauchwand und dem Bauchfell liegt, verstärkt.


Mit freundlichen Grüßen

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12. HERNIE - Operation nach Lichtenstein:

Operation nach Lichtenstein:

Bereits vor 2 Jahrenzehnten wurden nach der so genannten Lichtenstein-Methode Kunststoffnetze zur Verstärkung der Bauchwand eingepflanzt.


Mit freundlichen Grüßen

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13. HERNIE - Schlüssellochoperation (Laparoskopie):

Operation mittels Laparoskopie:

Bei der "Schlüssellochoperation" wird ein Kunststoffnetz in die Bauchhöhle eingeführt. Das Netz wird über die Bruchstelle gelegt und fixiert, dabei achtet der Chirurg, dass das Netz optimal platziert wird, um zu verhindern, dass es mit dem Samenstrang verwächst.


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14. HERNIE - Laparoskopische Operation - TEPP:

TEPP:

Bei dieser laparoskopischen Technik ( Total Extraperitoneale Preperitoneale Netz-Plastik, TEPP) wird ein grössflächiges Netz über alle drei möglichen Bruchpforten gelegt und mit Klammern oder mit einer Naht fixiert. Da dieses Verfahren außerhalb des Bauchfells durchgeführt wird sinkt hier das Risiko von Verletzungen der Nerven und auch späteren Verwachsungen gegenüber anderen Techniken fast gegen Null.


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15. HERNIE - Laparoskopische Operation - TAPP:

TAPP:
Eine weitere laparoskopische Methode (Trans Abdominal Preperitoneale Plastik = TAPP), wird innerhalb des Bauchfells durchgeführt und hat den Vorteil, dass der Chirurg den Bauchraum einsehen kann.



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16. HERNIE - Wahl der Betäubung während der Operation:

Die Operation kann in Vollnarkose, Lokalanästhesie, Spinalanästhesie oder Epiduralanästhesie durchgeführt werden, die laparoskopische Leistenbruchoperation jedoch nur in Vollnarkose. Über die Betäubungsmethode werden Sie gerne von den Anästhesisten, die unsere Operationen begleiten, informiert.


Mit freundlichen Grüßen

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17. HERNIE - Nach der Operation:

Oft kann der Patient schon am Tag der Operation nach Hause gehen.
Ist ein stationärer Aufenthalt notwendig, so beträgt er wenige Tage.
Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit richtet sich nach der gewählten Methode und der körperlichen Arbeitsbelastung des Patienten. Büroarbeit kann bei allen Methoden von 50 Prozent der Patienten nach einer Woche, nach zwei Wochen von allen Operierten wieder aufgenommen werden. Leichte körperliche Arbeit ist nach einer laparaskopischen Operation nach einer Woche, bei den anderen Methoden nach zwei Wochen wieder möglich. Das Heben schwerer Lasten sollte erst nach circa einem Monat wieder durchgeführt werden. Leichte Sportarten wie zum Beispiel Wandern und Schwimmen sind ab der ersten Woche erlaubt. Grundsätzlich ist der Wundschmerz bei jedem Patienten von unterschiedlicher Intensität und Dauer. Er sollte allerdings circa drei Wochen nach der Operation abgeklungen sein.


Mit freundlichen Grüßen

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18. HERNIE - Erfolgsrate:

Generell kann gesagt werden, dass das Operationsrisiko eines unkomplizierten Leistenbruchs sehr gering ist. Die Sterblichkeitsrate bei geplanten Leistenbruchoperationen liegt bei nahezu Null. Ansammlungen von Wundsekret, Blutergüsse - vor allem am Hodensack, Nachblutungen, Gefäßverletzungen, Infektionen der Wunde und des eventuell eingesetzten Netzes kommen recht selten vor.
Bei Buben kann es bei der Operation zu Verletzungen der Samenleiter kommen, weil diese erst zart ausgebildet sind. Bei Kleinkindern reicht es meist aus, die Bruchpforte zu vernähen. Vereinzelt beobachtet man eine leichte Hoden- oder Hodensackschwellung. Diese entsteht durch die Einengung der Bruchpforte. Die Behandlung mittels eines Hodensackhalters (Suspensorium) ist meist ausreichend.
Die häufigste Spätkomplikation ist das erneute Auftreten des Leistenbruchs. Sie ist abhängig von der Operationsmethode und beträgt durchschnittlich 1-7 Prozent. Bei der laparaskopischen Leistenbruchoperation besteht nach der Operation zusätzlich die seltene Gefahr von Blasenentleerungsstörungen. Wenn zu wenig Titanklammern verwendet worden sind, kann sich auch das Netz lösen und in der Bauchhöhle herumwandern.


Mit freundlichen Grüßen

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19. HERNIE - Heilungschancen:

Wenn es nicht zu einem Wiederauftreten des Leistenbruchs oder einer anderen Komplikation kommt, liegen die Heilungschancen bei nahezu 100 Prozent. Bei der Bassini-Methode tritt in bis zu 50 Prozent der Fälle ein neuer Bruch auf. Die Rückfallquote der Shouldice-Technik ist geringer (ein bis drei Prozent). Bei laparoskopischen Eingriffen liegt die Rate in spezialisierten Kliniken durchschnittlich bei unter einem Prozent. Die Rückfälle werden begünstigt durch chronische Verstopfung, oder durch chronische Erkrankungen der Atemwege, weil häufiges Husten einen starken Druck im Bauchraum erzeugt.


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20. HERNIE - Vorbeugung:

Eines der Geheimnisse zur Vorbeugung von Weichteilbrüchen, insbesondere der Bauchwandbrüche, liegt im Vermeiden von anhaltenden, schweren körperlichen Belastungen. Auch die Notwendigkeit der verstärkten Bauchpresse bei chronischer Verstopfung fördert die Entstehung von Weichteilbrüchen. Normalgewichtigkeit und sportliche Betätigung helfen diese Erkrankung zu verhindern.

Es gibt jedoch Risikofaktoren, welche die Entstehung eines Eingeweidebruches fördern und die man vermeiden kann. Dazu zählen:

- der körperlichen Statur unangemessen schwere körperliche Arbeiten, wie zum Beispiel das Heben schwerster Lasten ohne entsprechende Hilfsmittel. Diese führen zur abrupten, ruckartigen Beanspruchung zum Beispiel der Bauchdecken, und können einen Bruch hervorrufen. Deshalb sollten, wann immer möglich, entsprechende Geräte und Maschinen zum Heben schwerer Lasten in Anspruch genommen werden, oder wenigstens die Mithilfe der Mitmenschen.

- die Zivilisationskrankheitchronische Verstopfung, bedingt in erster Linie durch vorwiegend ballaststoffarme Ernährung, nicht-ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Bewegungsmangel. Die daraus resultierende, beim Stuhlgang notwendige, vermehrte so genannte Bauchpresse, bildet eine sich ständig wiederholende, übermäßige Beanspruchung der Bauchdecken und kann quasi zum Ausleiern (Elastizitätsverlust) führen. Ballaststoffreiche Ernährung (zum Beispiel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide, Vollkornbrot) und eine Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern (zum Beispiel Tee, Wasser und Obstsäfte) bewirken einen geformten, aber weichen Stuhl. Dadurch werden eine vermehrte Bauchpresse und Probleme beim Stuhlgang vermieden.

- der ausgeprägte Bewegungsmangel in der heutigen Industriegesellschaft. Regelmäßige sportliche Betätigung regt nicht nur die Darmtätigkeit an, sondern kann auch gezielt zum Training der Bauchmuskulatur eingesetzt werden. So werden die Bauchdecken stabilisiert und einem Bruch wird vorgebeugt.



Mit freundlichen Grüßen

Drs. med. Dieter Haack, Viktor Fehlert und Hanno Schier.

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