MARIENPARK-KLINIK GMBH
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Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie,
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FA f. Chirurgie, Unfallchirurgie, orthopädische Unfallchirurgie. Wünschenswert wären die Zusatzbezeichnungen: Chirotherapie, Handchirurgie
Dr. med.
Dieter Haack
Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie, Chirotherapie, Sportmedizin, Tauchmedizin,
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01. ANALABSZESS - Begriffserklärung:


Beim Analabszess handelt es sich um eine eitrige Entzündung der Proktodealdrüße, bzw. eine Eiteransammlung im Grenzbereich von Haut und Schleimhaut des Afters. Bei einer Entzündung dieser Drüsen kommt es häufig zu einer Bildung einer abgekapselten, mit Eiter gefüllten Höhle (Abszess), der in unter der Haut/Schleimhaut, zwischen oder in der Sphinktermuskulatur, oder auch im, den Mastdarm begleitenden, Fettgewebe liegen kann.


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02. ANALABSZESS - Synonym:


Analabszess = anorektaler Abszess = periproktitischer Abszess.


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03. ANALABSZESS - Ursachen:


Eine eindeutige Ursache ist nicht bekannt. Auf jeden Fall ist ein erhöhter Sphinktertonus an der Entstehung der Krankheit beteiligt. Es wird vermutet, dass unter anderem ein harter Stuhl, ein Hämorrhoidalleiden oder langdauernder Durchfall zu Schäden an der Analschleimhaut führen. Weiterhin ist bekannt, dass Menschen, die bestimmte Sexualpraktiken pflegen, sehr viel häufiger unter diesen Beschwerden leiden als andere. Sicher ist, dass die Analabszesse durch Entzündungen der Proktodealdrüsen im Analbereich entstehen. Die ungünstige Lokalisation dieser Drüsen begünstigt das Eindringen von Kotmaterial, das dann zu Sekretstau sowie zum Verschluss des Drüsenausführungsganges führt und schließlich eine eitrige Entzündung der Drüsen begünstigt. Gelegentlich muss auch eine Entzündung bei Morbus Crohn, Sigmadivertikulitis, Adnexitis oder der Prostata als Ursache angeschuldigt werden.


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04. ANALABSZESS - Häufigkeit:


Hämorrhoiden sind eine relativ häufige Erkrankung. Schätzungen zufolge leiden etwa 50 Prozent der über 50-Jährigen an Hämorrhoiden. Die Erkrankung kann allerdings auch viel früher auftreten. Insgesamt sind Männer häufiger betroffen als Frauen.


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05. ANALABSZESS - Symptome:


Ein Analabszess äußert sich immer durch Schmerz, dabei schmerzt jede Bewegung. Aber neben diesen Schmerzen ist auch das Allgemeinbefinden angeschlagen, hohes Fieber begleitet diese Krankheit sehr oft. Die Schwellung und Rötung sind weitere Entzündungszeichen. Es handelt sich um eine innere Infektion. In seltenen Fällen bricht der Abszess von alleine auf und der entzündliche Inhalt ergießt sich nach außen. Man sollte einen Arzt aufsuchen. Bei einer abwartenden Haltung läuft man Gefahr, dass sich die Infektion immer weiter im Gewebe ausbreitet, mit dem Risiko einer allgemeinen Blutvergiftung (Sepsis). Hat sich eine Fistel gebildet, verschwinden die Schmerzen. Die äußere Fistelöffnung macht sich durch entsprechend verschmutzte Unterwäsche (Eiter, blutiges Sekret) bemerkbar und ist bei der Inspektion sichtbar.


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06. ANALABSZESS - Kranheitsverlauf:


Bei der Entstehung einer Fistel (durch Gewebszerfall entstandener röhrenförmiger Verbindungsgang eines Abszesses mit einer Körperhöhle oder mit der Körperoberfläche) kommt es zusätzlich zu ständiger eitriger Sekretion und immer wieder auftretenden Entzündungen durch Sekretstau. Die Erkrankung zeigt einen chronischen Verlauf, eine spontane Heilung ist in der Regel nicht zu erwarten. Das sich entleerende Sekret ruft weitere Entzündungen und einen narbigen Umbau hervor, wodurch sich bindegewebige, stabile Fistelgänge zwischen Analkanal und äußerer Analregion ausbilden (komplette Fisteln). Es kann zu einem Verschluss der Fistelöffnung kommen, so dass der Fistelkanal blind endet (inkomplette Fisteln).
Bei langjähriger Krankheitsdauer bildet sich evtl. ein komplettes Gangsystem aus Fistelgängen.


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07. ANALABSZESS - Diagnose:


Nach der Anamneseerhebung folg in der Regel eine anale Palpation, dabei findet der Arzt eine schmerzhafte entzündliche Schwellung. Die Diagnose wird durch eine Rectoskopie / Proktoskopie (Spiegelung des Mastdarms) und ergänzend durch die Ultraschalluntersuchung gestellt.


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08. ANALABSZESS - Operation:


Eine alleinige Antibiotikatherapie von Analabszessen oder -fisteln zeigt eine geringe Wirkung. Oft versucht man mit Wärmepackungen und gleichzeitigem Auftragen antibiotischer Salben zu behandeln, oder der Arzt punktiert und öffnet den Abszess, um ihn zu entleeren, dabei ist ein kleiner operativer Eingriff notwendig.
Die sinnvollste ärztliche Maßnahme ist, den Entzündungsherd operativ auszuräumen. Die Wunde darf nicht vernäht werden, sondern muss offen bleiben, damit der Hohlraum im Gewebe von innen langsam zuwächst und keine Neuinfektion auftritt.

Analabszesse werden breit eingeschnitten um dem Eiter einen freien Ablauf zu gewährleisten. Ungenügende Einschnitte führen früh oder spät zur Fistelbildung. Fisteln müssen durch vollständiges Ausschneiden aller Fistelgänge saniert werden.


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09. ANALABSZESS - Nach der Operation:


Im Anschluss an die chirurgische Behandlung erfolgt eine tägliche Reinigung und Desinfektion des betroffenen Bereichs mittels der Wunddusche und/oder Sitzbäder, Wundusche bzw. Wundtoilette und nachfolgendem Verbandswechsel. Duschen nach jeder Defäkation.


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10. ANALABSZESS - Operation - Komplikationen:


Als Komplikation der Operation könnte eine Sphinkterverletzung und damit die Funktionsstörung des Afters eintreten. Ist der Entzündungsprozess ausgeprägt und eine operative Sanierung schwierig erscheint, kann ein künstlicher Darmausgang zu einer Verbesserung des Zustandes führen und die Fisteln können nach Abklingen der Entzündung operiert werden. Der künstliche Darmausgang kann etwa zwei bis drei Monate nach der Sanierung wieder zurückverlegt werden.


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11. ANALABSZESS - Operation - Betäubung:


Der Eingriff wird in Vollnarkose oder in einer rückenmarksnahen Leitungsanästhesie (Epidural- oder Periduralanästhesie) vorgenommen.


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12. ANALABSZESS - Operation - Dauer:


Die Dauer des Eingriffs hängt von dem Ausmaß der Abszesshöhle und der Fistelabzweigung und kann von 30 Minuten bis zu einer Stunde dauern.


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13. ANALABSZESS - Operation - Risiko:


Es lassen sich wie bei jedem operativen Eingriff Komplikationen nicht hundertprozentig vermeiden. Über die Art und Häufigkeit der Komplikationen wie Blutungen, vorrübergehender Harnverhalt oder Wundinfektionen wird Ihr Arzt Sie vor dem Eingriff umfassend aufklären.


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14. ANALABSZESS - Prophylaxe:


Eine Entstehung ist auch bei sehr guter körperlicher Hygiene nicht immer vermeidbar. Zu viel Reinlichkeit kann die empfindliche Analschleimhaut schon reizen und damit Auslöser einer Entzündung sein.


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