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Dr. med.
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Taube Finger
01. KARPALTUNNELSYNDROM - Begriffserklärung:


Druckschädigung des N. medianus im Karpaltunnel durch ein Missverhältniss zwischen Weite und Inhalt des Tunnels.


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02. KARPALTUNNELSYNDROM - Synonym:


Distales Medianuskompressionssyndrom-Handgelenkstunnelsyndrom-Brachialgia paraestheica nocturna, Carpal tunnel syndrome, KTS, CTS.


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03. KARPALTUNNELSYNDROM - Ursachen:


Voraussetzung für das Karpaltunnelsyndrom ist ein anatomischer Engpass im Handgelenksbereich. Ursache ist eine Volumenzunahme des Tunnelinhaltes. Gründe hierfür können Schwellungen im Bereich des Sehnengleitgewebes, Traumafolgen, Handgelenksarthrose, tumoröse Veränderungen im Karpaltunnel sein. Häufig finden sich auch rheumatische oder stoffwechselbedingte Erkrankungen, sowie degenerative Veränderungen im Handgelenksbereich.


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04. KARPALTUNNELSYNDROM - Häufigkeit:


Das Karpaltunnelsyndrom tritt in 3,45 Fälle auf 1000 Einwohner auf, Frauen sind häufiger als Männer betroffen, Erkrankungsalter zwischen 40. und 70. Lebensjahr.


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05. KARPALTUNNELSYNDROM - Symptome:


Beim Karpaltunnelsyndrom tritt ein Reizzustand des N. medianus auf mit nächtlichem Einschlafen der Hände, Missempfindungen des Daumens, Zeigefinger und Mittelfinger, Schmerzen und Ausfallserscheinungen können beim Karpaltunnelsyndrom im fortgeschrittenen Zustand auftreten und sind Zeichen einer stärkeren Schädigung. Schließlich tritt eine Verschmächtigung des seitlichen Daumenballenmuskels auf mit Schwäche in der Daumenbewegung.


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06. KARPALTUNNELSYNDROM - Klassifikaton:


Zur Diagnostik des KTS (CTS) werden neurographische Untersuchungen zur Messung der Verzögerung der Leitgeschwindigkeit des N. medianus empfohlen.


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07. KARPALTUNNELSYNDROM - Stadien der Krankheit:


Offizielle Stadieneintelungen existieren für das Karpaltunnelsyndrom derzeit nicht.


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08. KARPALTUNNELSYNDROM - Therapie - Allgemeine Massnahmen:


Die konservative Behandlung des Karpaltunnelsyndroms erfolgt mittels Anlegen einer Handgelenksschiene in der Nacht.


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09. KARPALTUNNELSYNDROM - Therapie - Medikamente:


Versuch mit kurzfristiger peroraler Cortisongabe.


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10. KARPALTUNNELSYNDROM - Therapie - nicht operative Methode:


Lokale Infiltration von Cortison in den Karpaltunnel.


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11. KARPALTUNNELSYNDROM - Therapie - Operation:


Bei anhaltenden sensiblen und / oder motorischen Ausfällen ist die Operation indiziert. Auch bei diabetischer Polyneuropathie, auch in der Schwangerschaft, wenn Ausfallserscheinungen vorliegen, ebenso im hohen Alter. Es gibt zwei verschiedene Vorgehensweisen: die offene Durchtrennung des Retincalumums sowie die endoskopische Durchtrennung. Da keine Vorteile der endoskopischen Operation gegenüber der offenen minichirurgischen Schnittführung bestehen wird bei uns die offene Methode durchgeführt. Auf Grund des kleinen Schnittes bestehen nach der Operation nur geringe oder gar keine Schmerzen.


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12. KARPALTUNNELSYNDROM - Operation - Betäubung:


Die Operation des Krapaltunnelsyndroms kann in Lokalanästhesie, Leitungsanästhesie und Vollnarkose vorgenommen werden. Da die Spaltung des Karpalbandes in Blutleere durchgeführt wird, ist es für den Patienten bequemer, wegen der Oberarmblutdruckmanschette eine Betäubung des gesamten Armes zu bekommen.


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13. KARPALTUNNELSYNDROM - Operation - Dauer:


Bei normalen Verlauf einer Karpaltunnelsyndrom - Operation dauert diese mit Vorbereitung und Verbandsanlage zwischen 20 und 30 Minuten.


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14. KARPALTUNNELSYNDROM - Operation - Risiko:


Wegen atypischen Verlauf des motorischen Nervenastes des Daumenmuskels ist eine Schädigung desselben möglich. Allerdings exterm selten. In seltenen Fällen können Narbenbeschwerden auftreten, Wundinfektionen gibt es bei ambulanten Operationen praktisch nicht.


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15. KARPALTUNNELSYNDROM - Verlauf der Krankheit:


Bei lange bestehenden Nervenschädigungen kann die Erholungszeit des N. medianus über Monate hinweg gehen.


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16. KARPALTUNNELSYNDROM - Prognose:


Bei rechtzeitiger Operation des Karpaltunnelsyndroms ist die Prognose gut, auch bei älteren Patienten.Häufig besser sich der nächtliche Schmerz sofort, Sensibilitätsstörungen bilden sich in den nächsten Wochen nach der Operation zurück. Rezidive können auftreten durch Vernarbungen im Operationsbereich.


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17. KARPALTUNNELSYNDROM - Vorbeugung:


Vorbeugende Maßnahmen gegen ein Karpaltunnelsyndrom sind nicht bekannt.


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18. KARPALTUNNELSYNDROM - Begleiterkrankungen:


Gelegentlich können Schnappfinger und deren Vorstadien wie morgentliche Steifigkeit auftreten.


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