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Dr. med.
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01. HÄMORRHOIDEN - Begriffserklärung:


Hämorrhoiden (lat.: haíma = Blut, rhéin = fließen).

Hämorrhoiden sind krampfaderartige Erweiterungen einzelner Abschnitte des Schwellkörpers (lat.: Corpus cavernosum recti) im Übergang vom Mast- zum Enddarm. Dieser wird von Arterien und Venen versorgt und hilft der Schließmuskulatur, wie ein Polster, den Darmausgang verschlossen zu halten. Meist wölben drei Knoten, die an der Einmündung der Arterien in den Schwellkörper liegen, die Schleimhaut vor.
In den Venen der Aftergegend können sich Blutgerinnsel oder Blutergüsse bilden, die für starke Schmerzen sorgen. Diese werden im allgemeinen Sprachgebrauch manchmal als "äußere" Hämorrhoiden bezeichnet. Ärzte sprechen hier nicht von Hämorrhoiden, sondern von Perianalthrombosen.

Das Hämorrhoidalleiden war schon den antiken Ärzten bekannt, die dieser Krankheit einen Name "haimorrhoideis phlebes" mit der Bedeutung "blutfließende Adern" gegeben haben.



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02. HÄMORRHOIDEN - Synonym:


Hamörrhoiden = Enddarmkrampfadern

Das Wort Hämorrhoide wurde für Laien zum Synonym für jede Veränderung am After. Anale Beschwerden werden zu häufig und oft fälschlicherweise auf Hämorrhoiden zurückgeführt.
Den medizinische Zusammenhang findet man unter den Schlüsselwörter: anale Erkrankung, Analfissur, Hämorrhoiden, Marisken.


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03. HÄMORRHOIDEN - Ursachen:


Hämorrhoiden, genauer gesagt das Hämorrhoidalknoten, entstehen durch eine Vergrößerung des arteriellen Gefäßgeflechts im Schwellkörper, des so genannten Plexus haemorrhoidalis. Hoher Druck im Analbereich durch beispielsweise dauerhafte Verstopfung und starkes Pressen bei der Stuhlentleerung, der zu einem Rückstau des Bluts in den Venen und Arterien des Schwellkörpers führt, trägt wesentlich zur Entstehung bei. Bei gesunden Personen schieben sich die Schwellkörper während der Darmentleerung zur Seite. Hämorrhoiden können dann entstehen, wenn die Schwellkörper nach außen gedrückt werden, anstatt sich zur Seite zu schieben.
Die häufigste Ursache für Hämorhoiden ist chronische Verstopfung (Obstipation), die durch folgende Faktoren begünstigt wird:
- ballaststoffarme Ernährung,
- zu geringe Flüssigkeitszufuhr,
- Mangel an Bewegung,
- Übergewicht,
- Sitzende Tätigkeit.

Außerdem findet man eine Bindegewebsschwäche mit einer gleichzeitigen Neigung zu Krampfadern.
Kleine Stuhlmengen füllen den Enddarm nur mäßig, die Darmwand wird nur wenig gedehnt und die Menschen müssen stark und lange Pressen um einen Stuhlgang zu bekommen.

Weitere Ursache des Hämorrhoidalleiden ist bei den Schwangeren bekannt, dabei lockert sich das Bindegewebe aufgrund der hormonellen Umstellung auf und der Druck im Bauchraum erhöht sich.



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04. HÄMORRHOIDEN - Häufigkeit:


Hämorrhoiden sind eine relativ häufige Erkrankung. Schätzungen zufolge leiden etwa 50 Prozent der über 50-Jährigen an Hämorrhoiden. Die Erkrankung kann allerdings auch viel früher auftreten. Insgesamt sind Männer häufiger betroffen als Frauen.


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05. HÄMORRHOIDEN - Symptome:


Zeichen von Hämorrhoiden sind: Blutung, Schleimhautprolaps, Schleimabgang, Schmerz, Juckreiz, Stuhlschmieren und Nässen am After. Wenn man von der Definition der Hämorrhoide als eines zirkulären oder partiellen Rektumschleimhautvorfalls ausgeht, sind Symptome wie Blut, Schleim und Stuhlschmieren durch den Schleimhautvorfall erklärbar. Schmerz, Wundsein und Juckreiz können jedoch nicht allein von der prolabierten, nichtempfindlichen Rektumschleimhaut, sondern müssen sekundär von Läsionen am höchst sensiblen Plattenepithel der Analhaut ausgehen. So kann ein Patient zwar Hämorrhoiden haben, aber seine Beschwerden werden nicht von diesen, oder nicht von ihnen allein, sondern durch eine Mariske, Analfissur oder einem Analekzem verursacht. Mit anderen Worten - man nimmt an, dass die Hämorrhoiden nur dann Symptome auslösen, wenn sie sich vergrößern, entzünden, thrombosieren und/oder prolabieren.
Anale Symptome werden in der allgemeinärztlichen, internistischen, gynäkologischen, urologischen und dermatologischen Sprechstunde häufig geschildert. Häufig haben an Hämorrhoiden erkrankte Menschen keine akuten Beschwerden.

Ein relativ sicheres Zeichen für die Diagnose von Hämorrhoiden ist hellrotes Blut auf dem Stuhlgang. Dies ist auf jeden Fall ein deutliches Zeichen für eine Erkrankung im unteren Darmabschnitt. Suchen Sie unbedingt einen Arzt auf, sobald Sie Blut in oder auf Ihrem Stuhlgang entdecken. Die oben genannten Symptome können auch Anzeichen für ernsthaftere Erkrankungen als Hämorrhoiden sein. Der Arzt wird dann eine eingehendere Untersuchung vollziehen:

Erhebung der Krankengeschichte (Fragen nach Beschwerden, Blutauflagerungen usw.);

Tastbefund mit dem Finger (Rektal-Palpation): Feststellung der Muskelspannung des Schließmuskels und tastbarer Knoten;
Enddarmspiegelung (Rektoskopie): Inspektion des Analkanals und des unteren Mastdarmabschnitts mit einem kleinen Rohr.
Um bei Blutungen einen bösartigen Tumor des Dickdarms auszuschließen, wird in manchen Fällen auch eine Spiegelung des Dickdarms (Koloskopie) vorgenommen.


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06. HÄMORRHOIDEN - Klassifikaton:


Im Ausland wird die „innere“ von der „äußeren“ Hämorrhoide unterschieden. In Deutschland wurde diese Bezeichnung wegen der Verwechslungsmöglichkeiten als „überflüssig“ und „nicht nützlich“ angesehen. Was im Ausland unter „äußere“ Hämorrhoide verstanden wird, bezeichnet man in Deutschland als perianale Thrombose, Perianalthrombose. International wird die innere Hämorrhoide in vier Grade eingeteilt, entsprechend dem Ausmaß des Vorfalls der Rektumschleimhaut in den Analkanal oder vor den Anus. Einigen deutschen Klinikern reichen drei Grade aus. Das Hauptmotiv für die Gradeinteilung sind therapeutische Überlegungen.


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07. HÄMORRHOIDEN - Stadien der Krankheit:


Abhängig von der Ausprägung des Hämorrhoidalleidens unterteilen die Ärzte die Erkrankung in drei Stadien:
Stadium I die Knoten sind klein und von außen nicht sichtbar. Sie können sich von allein, ohne spezielle Behandlungsmaßnahmen zurückbilden und verursachen häufig keinerlei Beschwerden.
Stadium II In diesem Stadium können sich die vergrößerte Knoten ohne entsprechende Therapie nicht mehr spontan zurückbilden. Mitunter werden sie beim Stuhlgang teilweise vor die Afteröffnung gepresst und ziehen sich anschließend von selbst wieder in den Analkanal zurück.
Stadium III In diesem Stadium fallen die Knoten bei der Stuhlentleerung oder auch spontan vollständig vor die Afteröffnung und ziehen sich nicht mehr von selbst in den Analkanal zurück. Es kann dabei zu einem so genannten Analprolaps kommen, bei dem sich neben den Hämorrhoidalknoten auch die Schleimhaut des Afterkanals aus dem After herausstülpt.


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08. HÄMORRHOIDEN - Therapie - Allgemeine Massnahmen:


Eine entscheidende Maßnahme, um die Beschwerden bei Hämorrhoiden zu lindern, ist es, einen weichen, geformten Stuhlgang zu erreichen, der ohne Pressen entleert werden kann. Dies kann man durch die ausreichende Bewegung, eine ausgewogene ballaststoffreiche Ernährung in Form von Gemüse und Obst, die Vermeidung blähender Speisen und reichliche Trinkmengen erreichen. Bei dauerhaften Verstopfungsbeschwerden hilft es in vielen Fällen, täglich Weizenkleie mit viel Flüssigkeit einzunehmen.
Eine gute Analhygiene ist selbstverständlich. Nach jedem Stuhlgang sollte die Afterregion mit Wasser oder einer milden Waschlotion gereinigt werden. Die Haut nur trocken tupfen, nicht reiben. Sitzbäder und Umschläge mit Salbei oder Kamille, mit Teebaumöl sind dabei zu empfehlen.


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09. HÄMORRHOIDEN - Therapie - Medikamente:


Leichtere Beschwerden können meist erfolgreich mit Hämorrhoidal-Salben oder -Zäpfchen behandelt werden. In diesen Medikamenten kann man entweder Kortison oder natürliche Wirkkomplexe wie Hamamelis finden. Einigen Salben wird Lidocain zur Schmerzlinderung beigefügt. Einige Äerzte empfehlen Medikation mit Escherichia-coli-Bakterien, die das Immunsystem der Schleimhaut stärken, sowie entzündungshemmend und fördernd auf die Wundheilung wirken. Die Salben und die Zäpfchen lindern die Entzündung, bekämpfen akute Schmerzen und stillen den Juckreiz. Bei anhaltenden Beschwerden oder wenn Hautreizungen auftreten, sollte man diese Salben und Zäpfchen allerdings nicht unkontrolliert und dauerhaft ohne Rücksprache mit dem Arzt anwenden.


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10. HÄMORRHOIDEN - Therapie - nicht operative Methode:


Je nachdem, wie stark ausgeprägt und in welchem Stadium sich die Hämorrhoiden befinden, werden unterschiedliche Behandlungsmethoden angewandt.

Bei stärkeren Symptomen kommen verschiedene Therapiemöglichkeiten in Betracht. Hämorrhoiden in den Stadien I und II können mit der so genannten Sklerosierung,- bzw. die Verödungstechnik behandelt werden. Dabei wird dem Betroffenen an den Gefäßzuflüssen der Hämorrhoiden ein Mittel gespritzt, welches das Gewebe schrumpfen lässt. Eine weitere Behandlungsmethode ist die Infrarotkoagulation, bei der die Hämorrhoidalknoten durch eine Infrarotsonde verödet werden.


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11. HÄMORRHOIDEN - Therapie - Operation:


Bei den herkömmlichen operativen Methoden wird die krankhaft vergrößerte Hämorrhoidalknoten entfernt, bzw. weggeschnitten. Treten die Gefäßknoten einzeln auf, kann die Milligan-Morgan-Methode angewendet werden. Dabei wird der einzelne Knoten hervorgezogen und dann entfernt. Das Wundgebiet wird offengelassen, sodass das Wundsekret abfließen kann, was die Heilung fördern soll. In manchen Fällen wird die Wunde auch vernäht, dann spricht man von der Parks-Methode. Nachteil dieser herkömmlichen Methoden sind die relativ starken Schmerzen nach dem Eingriff, die durch die nur langsam heilenden Wunden in der Analschleimhaut entstehen.

Lassen sich die Hämorrhoiden noch zurückdrücken, wird heute meist die schonendere Operation nach Longo (auch Stapler-Hämorrhoiden-Operation genannt) angewandt. Dabei wird mittels einer ringförmigen Klammernaht ein circa 3 cm breiter Streifen aus der schmerzunempfindlichen Mastdarmschleimhaut entfernt. Dadurch wird die Blutzufuhr zu den Hämorrhoidalknoten unterbrochen. Die vorgefallene Schleimhautregion wird nach oben „gerafft“ und vernäht, dabei verwendet man ein fingerförmiges Gerät („Stapler“), das die Schleimhaut automatisch durch Klammern verbindet. Diese Methode (auch „anales Lifting“ genannt) hat den Vorteil, dass die Schmerzen nach der Operation nur sehr gering sind, da der empfindliche innere Afterkanal geschont wird.

Eine weitere Methode ist die dopplersonographisch unterstützte Hämorhoidalarterienligatur, kurz HAL genannt. Mittels Dopplersonographie (computergestützte Ultraschalluntersuchung) spürt der Arzt hierbei im unteren Mastdarm die Gefäße im Hämorrhoidalkissen auf und schnürt sie mit einem Faden ab, sodass sie von der Blutzufuhr getrennt sind. Die Hämorrhoiden verkümmern dann nach einigen Wochen von ganz allein, ohne dass sich eine Wunde bildet. Auch dieses Verfahren verursacht sehr wenig Schmerzen und kann daher meist problemlos ambulant vorgenommen werden. Es ist besonders für Hämorrhoiden im Stadium II geeignet, die sich noch spontan nach dem Stuhlgang wieder in den After zurückziehen.
Welche Operationsmethode der Arzt vorschlägt, hängt vor allem davon ab, wie ausgeprägt die Hämorrhoiden sind und inwieweit der davor liegende Afterkanal mitbetroffen ist. Im ambulanten Bereich werden vor allem die Operation nach Longo und das HAL-Verfahren durchgeführt.

Bei kleineren, noch nicht sehr ausgeprägten Hämorrhoidalknoten (Stadium I und II) kann die Verödung der zuführenden Gefäße oder Abschnürung mit einem Gummiband (Gummiligatur) eine Alternative zur Operation darstellen.



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12. HÄMORRHOIDEN - Operation - Betäubung:


Der Eingriff wird in Vollnarkose oder in einer rückenmarksnahen Leitungsanästhesie (Epidural- oder Periduralanästhesie) vorgenommen. Beim HAL-Verfahren reicht meist eine örtliche Betäubung aus.



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13. HÄMORRHOIDEN - Operation - Dauer:


Die Dauer des Eingriffs hängt von dem Ausmaß der Hämorrhoiden und der verwendeten Technik ab. Die Operation nach Longo dauert in der Regel nur 15 Minuten.



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14. HÄMORRHOIDEN - Operation - Risiko:


Bei den heutigen schonenden Techniken, ist es fast völlig ausgeschlossen dass der Schließmuskel verletzt wird oder eine Fistel (gangförmige Verbindung) zwischen Mastdarm und Scheide entsteht. Trotzdem lassen sich wie bei jedem operativen Eingriff Komplikationen nicht hundertprozentig vermeiden. Über die Art und Häufigkeit der Komplikationen wie Blutungen, vorrübergehender Harnverhalt oder Wundinfektionen wird Ihr Arzt Sie vor dem Eingriff umfassend aufklären.



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15. HÄMORRHOIDEN - Sonderform - Perianalthrombosen:


Oft klagen die Patienten über ein dunkelrotes Blut auf dem Stuhl oder Papier. Im Unterschied zu Hämorrhoiden stammt dieses Blut aus dem erweiterten und thrombotisch verlegten Venennetz des Afters. Zieht man die Falten des Analringes auseinander, sind sie als kleine bläuliche Schwellungen oder Knötchen sichtbar. Bei starken akuten Beschwerden sticht der Arzt die krankhaft erweiterte Vene an und drückt sie aus. Bei leichten Beschwerden und zur Nachbehandlung kommen entzündungshemmende und örtlich betäubende Salben zum Einsatz. Bei chronischen Beschwerden muss das venöse Grundleiden mit den Venenmitteln behandelt werden.


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16. HÄMORRHOIDEN - Sonderform - Afterjucken:


Die häufigste Ursache für Afterjucken ist mangelnde Hygiene. Die Afterregion sollte daher mindestens einmal täglich mit einer milden Waschlotion gewaschen werden. Stuhlreste nach dem Stuhlgang mit einem möglichst weichen Papier entfernen. Aber auch Würmer, besonders bei Kindern, oder Analekzeme können dahinterstecken. Analekzeme können durch Lebensmittel (Alkohol, Chili, Pfeffer, Zimt), durch zu intensive Körperpflege (Intimhygiene, Desinfektionsmittel) oder Kontaktallergien auf Körperpflegemittel oder Arzneimittel verursacht werden. Auch ein zu harter oder breiiger Stuhl reizt die Analhaut. Neben der ursächlichen Behandlung lindern entzündungshemmende und juckreizstillende Salben die Beschwerden.


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17. HÄMORRHOIDEN - Sonderform - Analfissuren:


Plötzliche und starke Schmerzen beim Toilettengang mit leichten, hellen Blutspuren weisen auf einen Einriss der Analhaut (Analfissur) hin. Meistens kann der Einriss nicht ausheilen, weil gleichzeitig eine Verstopfung besteht und die Betroffenen häufig beim Toilettengang zu stark pressen. Neben der Behandlung der Analfissur mit entzündungshemmenden und betäubenden Salben muss auch die Verstopfung behandelt werden. Zusätzlich zu Quell- und Ballaststoffen sind hier auch kurzfristig Abführmittel erlaubt.


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18. HÄMORRHOIDEN - Verlauf der Krankheit:


Hämorrhoiden lassen sich meist erfolgreich behandeln. Problematisch ist, dass sich viele Betroffene scheuen, mit ihren Symptomen einen Arzt aufzusuchen, und die Erkrankung längere Zeit unbehandelt fortschreitet. Eine frühzeitige Therapie, die zur Entfernung der Hämorrhoidalknoten führt, ist sinnvoll und anzuraten. Es ist allerdings möglich, dass später erneut Hämorrhoiden auftreten, die wiederum gut behandelbar sind.


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19. HÄMORRHOIDEN - Prognose:


Prognose: Hämorrhoiden sind keine bedrohliche Erkrankung. Je früher die Therapie beginnt, desto besser sind Hämorrhoiden zu behandeln. Problematisch ist, dass sich viele Patienten scheuen, mit ihren Symptomen zum Arzt zu gehen. Je weiter fortgeschritten das Hämorrhoidalleiden, desto schwieriger und aufwändiger wird die Therapie.
Der Patient muß auch selbst aktiv werden und die Therapie unterstützen! Sie verspricht nur dann Erfolg, wenn man die Entstehung neuer Hämorrhoiden durch eine Änderung des Lebensstils vermeidet.


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20. HÄMORRHOIDEN - Vorbeugung:


Die Entstehung von Hämorrhoiden kann in vielen Fällen nicht vollständig verhindert werden, da neben anderen Faktoren auch eine angeborene Bindegewebsschwäche eine wesentliche Rolle dabei spielt. Allerdings ist es möglich, durch eine bewusste Ernährung und eine geregelte Stuhlentleerung das Fortschreiten der Erkrankung hinauszuzögern und bestehende Beschwerden zu lindern. Körperliche Bewegung in Form von Spaziergängen oder Schwimmen unterstützt diese positiven Effekte.
Die beste Möglichkeit zur Prävention von Hämorrhoiden besteht in einer ballaststoffreichen Ernährung. Beispielweise Müsli, Obst, Vollkornbrot oder Weizenkleie sind ideal, um die Verdauung anzuregen und somit zur Vorbeugung
von Verstopfungen beizutragen. Gepaart mit einer ausreichenden Flüssigkeitsaufnahme (mind. 2 Liter pro Tag) und soviel Bewegung, wie der Patient einrichten kann, sind dies die besten Mittel gegen Hämorrhoiden.

Bei Problemen sollte man immer einen Arzt aufsuchen und auf Eigenbehandlung verzichten. Bei rechtzeitiger Behandlung sind Hämorrhoiden meist ein kleines Problem und schnell in den Griff zu kriegen. Wenn man zu lange wartet, kann sich die
Behandlung von Hämorrhoiden aber als durchaus langwierig und äußerst unangenehm herausstellen.


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21. HÄMORRHOIDEN - Begleiterkrankungen:


Die wichtigsten Enddarmleiden, die die Hämorrhoiden begleiten können:
Analekzem - entzündliche Hauterkrankung rund um den After.
Analfissur – länglicher Riss am Analkanal.
Analrandthrombosen – Blutgerinnsel in den Venen des äußeren Analrandes.
Darmvorfall – dicke Knotenbildung bei Beckenbodenschwäche.
Marisken – knötige am Analrand gelegene Hautfalten.
Perianale Fistel – röhrenförmige Gänge zwischen afterumgebender Haut und Analkanal oder Enddarm.
Periproktaler Abszess – eiterhaltiger Abszess im Afterbereich.


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